Wenn Sie sich nun wieder dem Kirchenraum zuwenden, ist es Ihnen vielleicht ein Anliegen,
das eben Erlebte und Erfahrene in ein Gebet zu fassen und dies vor Gott zu tragen.
Scheuen Sie sich nicht in eine Kirchenbank zu gehen und sich dort hinzusetzen oder zu knien.
Vielleicht gelingt Ihnen das nicht so "richtig", dann nehmen Sie eine Kerze und
entzünden sie diese an einer bereits brennenden Opferkerze
und stellen diese auf den Kerzenständer. Auch das kann "Gebet" sein.
Jede Kerze, die Licht spendet, ist ein Stück "Licht für die Welt" und
erinnert an den Auftrag Jesu an die Menschen, auf ihre Art Licht für andere" zu sein.
Wenn Sie dann die Kirche wieder verlassen, denken Sie an die Betrachtung der beiden Eingangstüren
und des Christus-Mosaiks über dem Haupteingang.
An den jeweiligen Ausgängen lädt sie das Weihwasserbecken ein,
mit dem gesegneten Wasser ein Kreuzzeichen zu machen.
So stelle ich mich unter der Segen Gottes.
Beim Betreten und beim Verlassen der Kirche erinnere ich mich dadurch an meine Taufe,
und ich gebe mich als Glaubender / Glaubende zu erkennen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Wir, die Herz-Jesu-Gemeinde, bedanken uns für Ihren Besuch in unserer Kirche und
hoffen Sie konnten ein wenig zur Ruhe kommen und mit Ihren Gedanken bei Gott sein.
Das ist das Wesentliche, was ein Kirchenraum– ein Gotteshaus – „sagen" will:
Gott steht zu uns, er gibt Halt und Schutz.
Gott gibt Orientierung, wie die Zeichen des Himmels und der Gestirne.
Gott ist der tiefste Grund unserer Freude.
Gott ist oft unauffällig da, er sieht nicht auf Äußerlichkeiten.
Es kommt ihm auf etwas anderes an, z.B. Liebe, Aufrichtigkeit, Toleranz, Güte und Menschenfreundlichkeit.
Es kommt ihm darauf an, dass wir „mit dem Herzen sehen".
Text: Günter Huth, Diakon © Huth 2002