Kirchenentwicklung 2030
17.05.2023 |
„Eine große Stadt ersteht, die vom Himmel niedergeht in die Erdenzeit…“ – mit diesem hoffnungsvollen Lied zum Text der Benediktinerin Silja Walter, bestärkt durch die markante Begleitung des Bläserquartetts, startete am letzten Sonntagabend der Aussendungsgottesdienst im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030 im Projekt Bergstraße/Neckar/Odenwald.
Es war ein schwungvoller Start, den die Kirchengemeinde vor Ort und alle Mitwirkenden im Projekt mit einer Tauferneuerung am Platz vor der St. Remigius Kirche in Heddesheim besiegelten. Danach pilgerten die Versammelten samt der zwölfköpfigen Ministrantenschar ins Innere der Kirche, begleitet von sanften Klängen eines mehrstimmigen „Kyrie Eleison“.
Dieses wohlerklingende Miteinander war kein Zufall: mehr als 80 Chormitglieder aus mehreren Seelsorgeeinheiten der zukünftigen Pfarrei neu waren an der musikalischen Gestaltung des Abends beteiligt. Genau dieser Teamgeist ist jetzt gefragt, denn die Pfarrei neu startet mit den Arbeitsgruppen in eine neue Projektphase, in der die Grundlagen für das zukünftige Miteinander erarbeitet werden. In den AGs finden sich die Themen Gemeinschaft, Gottesdienst, Verkündigung und Nächstenliebe, die sich an den Grunddiensten der Kirche orientieren, sowie die ergänzenden Themenbereiche Jugend und Öffentlichkeitsarbeit.
Mit über 90 Anmeldungen ist die Resonanz groß und auch die ersten Treffen lassen die Projektleitung, bestehend aus Markus Bender, Regina Kailich, Michael Malzacher, Stephan Sailer, Carolin Stein und Sabine Weil, mit Zuversicht in die nächste Jahreshälfte blicken. Die Mitwirkenden in den AGs sind motiviert und bereit, die Themenbereiche für die nächstes Jahr anstehende Gründungsvereinbarung der neuen Pfarrei zu erörtern. Eine Aufgabe für die Kirche von heute, die der in der Projektkoordination und -leitung tätige Vikar Sebastian Feuerstein in seiner Predigt mit dem Richter-Fenster im Kölner Dom verglich: Mut zum Glaubensbekenntnis und Mut zur mosaikartigen Einheit in Christus trotz all unserer Heterogenität.
Nach dem Gottesdienst kamen alle bei Flammkuchen und Getränk nochmal gesellig ins Gespräch, denn es gab vieles zu besprechen: die neuen Gesetze zu den Vorfeldentscheidungen, die Fragen nach dem Patronat, Sitz und Namen der neuen Pfarrei, aber auch die Frage nach der Zukunft von lokalen Chören, Kirchen und Gemeinden. Manch eine Unterhaltung hätte auch noch tief in die Nacht gehen können, aber kurz nach 21 Uhr fing es plötzlich an zu regnen und so schwungvoll wie der Abend begonnen hatte, war er dann auch mit einer blitzschnellen Aufräumaktion beendet. Mit einem klaren Fazit: auf ein gutes Miteinander und baldiges Wiedersehen!




