Veröffentlichung einer Aktenanalyse zum Thema Missbrauch im Bereich der Erzdiözese Freiburg
19.03.2023 |
Am Dienstag, 18. April 2023, wird für die Erzdiözese Freiburg eine qualitative Aktenanalyse seitens der Arbeitsgruppe „Machstrukturen und Aktenanalyse“ veröffentlicht. Sie ist nach der sogenannten MHG- Studie im Jahre 2018 zum Thema „Sexueller Miss- brauch in der katholischen Kirche Deutschlands“ ein weiterer Schritt zur Aufarbeitung dieses furchtbaren Geschehens auch in Gemeinden und Einrichtungen unseres Bistums.
Noch 2018 hatte unser Erzbischof Stephan Burger eine Kommission „Macht und Miss- brauch“ eingerichtet sowie Arbeitsgruppen und Unterstützungssysteme für Betroffene eingesetzt. 2020 hat er eine Anerkennungs- und Unterstützungsordnung erlassen, die Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene regelt. 2021 konstituierte sich in der Erz- diözese Freiburg ein Betroffenenbeirat. Er besteht aus zwei Frauen und zwei Männern, die selbst im kirchlichen Umfeld Missbrauch erlitten haben. Er will für Menschen da sein, die betroffen sind, und ihre Interessen gegenüber der Erzdiözese vertreten. An- erkennung, finanzielle Unterstützung und konkrete Hilfen für Betroffene sowie gezielte Prävention sind weitere Beiträge des Betroffenenbeirats. Im Oktober 2021 hat Erzbischof Burger Mitglieder einer neuen Kommission berufen, die an der Arbeit der bisherigenKommission „Macht und Missbrauch“ anknüpft. Sie basiert auf drei Säulen: Unabhängigkeit, Transparenz und Betroffenenbeteiligung. Der Kommission gehören acht Personen an, die von der Erzdiözese finanziell unabhängig sind. Der demnächst veröffentlichte Bericht seitens der Arbeitsgruppe „Macht- strukturen und Aktenanalyse“ wird zum Schutz der Betroffenen anonymisiert sein, um Rückschlüsse auf Orte und Personen zu verhindern. Wohl aber werden die seitens der Bistumsleitung Verantwortlichen namentlich benannt. Daran anschließend werden konkrete Handlungsvorschläge vorgestellt, deren allererstes Ziel darin besteht, Betroffenen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und jegliche Form von Missbrauch und sexualisierter Gewalt in der Kirche zu verhindern. Auch in unserer Seelsorgeeinheit haben wir schon vor einiger Zeit eine Risikoanaly- se durchgeführt und ein Schutzkonzept erarbeitet. Folgende Personen aus dem AK Prävention sind bei uns vor Ort zu diesem Thema ansprechbar: Dr. Antje Blank, Harald Sochiera, Dr. Klaus Veeser, unsere Ansprechpersonen zur Prävention sexualisierter Gewalt Gemeindereferentin Gabi Mihlan-Penk und Pastoralreferent Wolf-Dieter Wöffler sowie der leitende Pfarrer der Kirchengemeinde Dr. Joachim Dauer ●
