Gerade haben wir in unserer Seelsorgeeinheit die Nacht der Lichter in der St. Laurentius-Kirche gefeiert. Der Grund war, Jesus in der Monstranz ins rechte Licht zu rücken und in seinem Namen Menschen in die Kirche einzuladen zu Stille, Gebet, Anbetung, Gesang, zum Hören auf das Wort Gottes oder zu einem Gespräch mit einem Priester. Denn er ist es, der uns sagt:
Kommt alle her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid.
Dazu gingen Einladungsteams zu zweit auf die Straße, um die Menschen an- zusprechen, die sich vielleicht zu einem Besuch des Martinszuges oder von Nightgroove, dem großen Musikereignis auf den Weg gemacht hatten, ihnen eine kleine Kerze zu schenken und ihnen anzubieten, sie in der Kirche zu entzünden.
Licht,das uns erschien…
Dort luden verschiedene Musikgruppen aus unserer Seelsorgeeinheit zum Mitsingen und Mitbeten ein. Es herrschte eine sehr meditative Atmosphäre. Und tatsächlich kamen ca. 200 Menschen, um eine Zeit in der Kirche vor Jesus zu verweilen. Einige Rückmeldungen lauteten: „Es war sehr besinnlich und beruhigend.“ „Ich fand es sehr schön, in gewisser Weise auch sehr mystisch“. „Ich bin keine Christin, aber ich finde es gut, dass ihr sowas macht.“ Ich glaube, dass die überwiegend jüngeren Menschen gespürt haben, dass hier Gottes Geist gegenwärtig war, ein richtiges Gegenprogamm zu dem Trubel auf dem Marktplatz, auf das sie sich eine gewisse Zeit eingelassen haben.
Wenn wir auf die kommende Advents- und Weihnachtszeit schauen, ist es eigentlich auch das, auf das wir uns vorbereiten sollen. Gott ist mit seiner Liebe immer gegenwärtig so wie Jesus in der Monstranz. Aber oft merken wir nichts davon, weil wir uns im Trubel unseres Alltages nicht auf ihn einlassen.
Aber der Advent sagt uns: Gott will auch bei dir ankommen. Öffne ihm dein Herz!
Deshalb lade ich Sie ein, sich solche Zeiten und Orte zu suchen, wo sie zur Ruhe, zu sich selbst und zu Gott kommen können.
Vielleicht ist es der regelmäßige Besuch der Advents- und Weihnachtsgottesdienste oder des Versöhnungsgottesdienstes, vielleicht das ökumenische Hausgebet, vielleicht das besinnliche Miteinander in der Familie um den Adventskranz, vielleicht ein Besuch, den Sie schon lange machen wollten oder etwas ganz anderes.
Schon darüber nachzudenken, gibt Gott die Chance bei Ihnen zu landen!
Dann können Sie vielleicht spüren: Gott ist wirklich da. Er gibt mir Kraft und Zuversicht für mein nicht immer einfaches Leben.
Mit diesem Gefühl bin ich jedenfalls aus der Nacht der Lichter herausgegangen.
Und das wünsche ich Ihnen für die kommende Advents- und Weihnachtszeit, auch im Namen des gesamten Seelsorgeteams.
Ihre
Gabriele Mihlan-Penk ●
